Die Entscheidung zum Bauvorhaben Müller im Wörishofer Stadtrat ist gefallen. Überraschend ist sie nicht, aber für viele Menschen in unserer Region nur schwer nachvollziehbar. Ganz besonders für die Frauen und Männer im Unterallgäu, die über mehrere Jahre aktiv und engagiert an der Leitbildstudie mitgearbeitet haben und deren Ergebnisse in den zwanzig Thesen des Unterallgäuer Programms zusammengefasst sind. Dieses Programm, das die Bürger mehrere 100.000 Euro gekostet hat und das im Juli 1999 vom Kreistag einstimmig beschlossen wurde, sollte Grundlage für künftige kommunale Entscheidungen auch in den Bereichen Naturschutz und sparsamer Flächenverbrauch werden.
In der Vorgehensweise dieses konkreten Bauvorhabens fallen doch einige Ungereimtheiten auf. So wie in der MZ dargestellt, scheint ganz klar zu sein, dass bereits alle kommunalen Vorentscheidungen zu diesem Bauvorhaben auf grün stehen. Aber Baugenehmigungen werden doch wohl immer noch vom Landratsamt erteilt. Landrat Weirather sagte laut MZ beim Dreikönigstreffen der FW er "kenne noch keine Planung und das Landratsamt sei noch nicht involviert." Bürgermeister Holetschek sprach nun in der Sitzung am 16.01.08 davon, dass er Ende August 2007 den Landrat über das Vorhaben informiert und um eine Beurteilung gebeten habe. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt die Planung noch nicht detailliert vorgelegen haben mag, Standort und Grössenordnung dieses Gewerbevorhabens müssen sehr wohl bekannt gewesen sein, sonst wäre eine Vorabklärung wohl wenig sinnvoll gewesen. Da sich die Aussagen widersprechen bleibt die Frage, hat Landrat Weirather ein zu kurzes Erinnerungsvermögen oder Bürgermeister Holetschek eine zu blühende Fantasie ?
Wir GRÜNE sind nicht gegen dieses Bauvorhaben aber wir sind für einen umweltverträglicheren Standort. Dem ungebremsten Landverbrauch entlang der A 96 als Folge kommunalen Kirchtumdenkens muss Einhalt geboten werden. Erste positive Ergebnisse Interkommunaler Gewerbegebiete bestehen bereitsanderenorts und sollten für solche Vorhaben auch bei uns genutzt werden. Natur und Landschaft müssen vor weiteren nur am Kostendenken orientierten Eingriffen geschützt werden.
Im Übrigen halten wir auch Entlastungen bei der Gewerbesteuer für nicht notwendig ! Näheres dazu siehe:
Hier 2 Bilder: Jetziger Blick auf den Skyline- Park und wie es aussehen könnte wenn das Hochregallager steht. Da es keine zeichnerischen Pläne gibt wurde nur der beantragte Baukörper eingeblendet.




